Auf dem Gemüsemarkt in Tansania

Wirtschaft in Tansania

Faktoren in der Wirtschaft Tansanias

  • Landwirtschaft: Mit einem Bruttoinlandsproduktanteil von 46 Prozent hängt Tansanias Wirtschaft zum Großteil von der Leistung des Agrarsektors ab. In der Landwirtschaft sind mehr als 75 % der Beschäftigten tätig. In Tansania wird vorwiegend Subsistenzwirtschaft betrieben. Dabei wird insbesondere Maniok, Mais, Reis, Hirse, Hülsenfrüchte und Bananen, aber auch Zuckerrohr und Gemüse angebaut.
  • Exportgüter: Zu den wichtigsten Exportgütern aus Tansania zählen Produkte wir Kaffee, Baumwolle, Sisal, Tabak und Tee, vor allem aber Kautschuk und Gewürznelken. Die Entwicklung hinsichtlich der landwirtschaftlichen Exportproduktion ist grundsätzlich auf einem guten Wege, jedoch werden immer noch überwiegend Rohprodukte exportiert. Die Veredelung, die eine deutlich höhere Gewinnspanne bringen würde, wird wegen fehlenden Kapitals, Kapazitäten und ausgebildeten Fachkräften immer noch anderen Ländern überlassen. Neue Exportprodukte wie Schnittblumen, Gemüse, Obst und Biodiesel gewinnen für Tansania jedoch immer mehr an Bedeutung.
  • Holzwirtschaft: Neben der Fischerei und Viehhaltung für den Eigenbedarf liefert die Holzwirtschaft Mahagoni, Eben- und Sandelholz.
  • Tourismus: Dringend geboten ist demzufolge die Diversifizierung der Exportpalette und der Devisenquellen. Vor diesem Hintergrund ist die Zunahme von Devisenerlösen aus dem Tourismus, für den insbesondere der Kilimanjaro und die Nationalparks von Bedeutung sind, positiv zu bewerten. Der Anteil des Tourismussektors am Exporterlös beträgt 30 %.
  • Industrie: Die Industrie in Tansania ist geringfügig und beschränkt sich auf die Nahrungsmittelindustrie und Erdöl-Raffinerien. Der Anteil der Industrieproduktion am BIP liegt bei rund 17 Prozent. Der Anteil des Dienstleistungssektors liegt bei ausbaufähigen 37 Prozent.
  • Bodenschätze: Steinkohle, Eisenerz, Gips oder Phosphat können aufgrund der schwach entwickelten Infrastruktur in Tansania kaum abgebaut werden. Gewonnen wird in kleinen Mengen Gold, Zinn und Salz, doch nur die Diamantenförderung ist von Bedeutung. Haupthandelspartner Tansanias sind Südafrika, Deutschland, Japan, China und die USA.

Internationale Finanzhilfen

In Tansania ist das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf der Bevölkerung sehr gering, sodass das Land teilweise von der öffentlichen Entwicklungshilfe abhängig ist. Diese lag im Jahr 2005 bei 40 USD pro Kopf der Bevölkerung. 15 Prozent des tansanischen Staatshaushaltes werden von multinationalen Gebern und Nicht-Regierungsorganisationen als direkte Budgethilfe zur Verfügung gestellt.
Angesichts der Armut Tansanias hat die Weltbank 2001 daher einen umfangreichen Schuldenerlass gewährt. Trotzdem lag die Auslandsverschuldung des Landes 2007 noch bei 23 % des BIP.

Wirtschaftsentwicklung in Tansania

Die makroökonomische Lage Tansanias ist vergleichsweise gut. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts lag in den letzten Jahren bei durchschnittlich rund real 6-7 Prozent mit leicht steigender Tendenz. Bei einem Bevölkerungswachstum von knapp 2,6 Prozent reichen die bisherigen Wachstumsraten kurzfristig für eine Armutsminderung nicht aus. Der Regierung ist es gelungen, die Inflationsrate, die 1996 noch 21 % betrug, auf nur noch 7 Prozent im Jahr 2007 zu drücken.

Investitionen

Das Investitionsklima in Tansania bleibt durchwachsen. Tansania steht aber sicherlich nicht schlechter, sondern in vielerlei Hinsicht besser da als andere afrikanische Staaten und arbeitet an einer weiteren Verbesserung der Rahmenbedingungen. Die im afrikanischen Vergleich bemerkenswerte politische, gesellschaftliche, institutionelle und monetäre Stabilität des Landes stellt einen nicht zu unterschätzenden Vorteil dar.

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