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Seit 2001 schon über 37-Mal auf dem Gipfel

Interview mit Kilimanjaro-Experte Tilo Greiner

Wie kommt deine Leidenschaft für die Berge und für den Kili?

Es begann 1992 mit einer Kenia-Reise. Auf der Safari im Amboseli Nationalpark, von wo man den Kilimanjaro hervorragend sehen kann, keimte der Gipfel-Wunsch auf. Dann dauerte es noch fast 10 weitere Jahre, bevor aus der Idee Realität wurde. Am 10.09.2001 stand ich auf dem höchsten Punkt Afrikas und war von der Höhenkrankheit gezeichnet. Glücklich über meinen Erfolg wollte ich eigentlich nie wieder eine solche Tortour über mich ergehen lassen – ich war einfach komplett fertig… Aber schon einen Tag später, während der Fahrt nach Mombasa und dem zweiten Kilimanjaro Lager Bier, dachte ich mir „GEIL eigentlich war´s doch gar nicht so schlimm, so was will ich öfter machen“. Somit wechselte ich in den Tourismus und stand bis heute 37-mal auf dem Gipfel des Kilimanjaro 🙂

Auf welchen Bergen warst du sonst schon unterwegs?

Muztag Ata (7509 m), Pik Lenin (7134 m), Aconcagua (6961 m), Denali (6190 m), Cotopaxi (5897 m), Belucha (4506 m), Elbrus (5642 m), Chachani (6057 m), Mt. Kenia (5199 m), Margherita Pik 5109 m), Großglockner (3798 m), Zugspitze (2962 m), Brocken (1141 m), Fichtelberg (1214 m) und weitere…
© Tilo Greiner

Was macht den Kilimanjaro deiner Meinung nach besonders attraktiv?

Für mich ist der Berg an sich schon spektakulär, so wie er sich aus der afrikanischen Steppe erhebt mit seiner weißen Kappe, welche leider immer mehr abschmilzt. Auch ist es für mich egal welche Route man auf dem Weg zum Gipfel wählt, jeder ist ein kleines Abenteuer und bietet fantastische Ausblicke und Eindrücke in diese einzigartige Pflanzenwelt und einmalige Landschaft. Selbst die Nacht bietet einen fantastischen Sternenhimmel. Und es sind natürlich auch die unterschiedlichen Begegnungen am Berg. Menschen verändern sich auf solch einer Tour. Die einen werden still, andere „blühen“ auf, dem einen fällt es leichter und andere müssen richtig kämpfen, um auf den Gipfel zu kommen. Nicht zu vergessen, sind es auch die Einheimischen am Fuße des Berges und die Begleitmannschaften, die bei solch einer Besteigung unglaubliches leisten.

Mit welchen kuriosen Situationen warst du als Trekking-Guide schon am Kili konfrontiert?

Es gibt während jeder Besteigung die ein oder andere Situation welche zum Schmunzeln verleitet. Doch eingeprägt hat sich bei mir ein Gast, welche am Morgen an mein Zelt kam und meinte während des nächtlichen Toilettengangs ist ihm sein Reisepass in die Toilette gefallen… Zum Glück stellte sich heraus, dass dies nicht der Fall war. Oder der Bäckermeister mit seinen ca. 130 kg Gewicht, welcher sich aber gleichmäßig ruhig, wie ein Uhrwerk, bewegte und somit den Gipfel schaffte. Auch hatte ich das Vergnügen eine Tour mit Kurt Diemberger zu leiten, dem Erstbesteiger von Broad Peak (8051 m) und Dhaulagiri (8167 m).
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Was rätst du Gästen, die den Kili zum ersten Mal besteigen wollen?

Ruhe bewahren und sich nicht verrückt machen (lassen). Denn der Kili ist kein Hexenwerk! Es sind keine bergsteigerischen Fähigkeiten notwendig – Trekking bis zum Gipfel des Kili, dem Uhuru Peak (Freiheits- Gipfel). Eine gewisse konditionelle Vorbereitung ist empfehlenswert, jedoch muss man kein Leistungssportler sein! Am Berg hört man immer wieder das „Pole Pole – langsam langsam“, welches man sich zu eigen machen sollte.

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Inka Mach

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