Typische Gerichte von Sansibar zu Hause nachkochen

Damit man sich auf Tansania und insbesondere auf die traumhafte Insel Sansibar wieder richtig einstimmen kann, haben wir ein paar traditionelle Gerichte und passend dazu deren Rezepte gesammelt. Da schmeckt man das Fernweh und wird sofort in andere Kulturen versetzt. Wir wünschen ganz viel Spaß beim Nachkochen.

Sansibar – Insel der Gewürze

Vor allem Kochbegeisterte kommen auf Sansibar auf ihre Kosten. Nicht umsonst gilt sie als Gewürzinsel. Vor Ort gibt es massenhaft Möglichkeiten Obst- und Gewürzplantagen zu besichtigen und richtig tief in die Aromen Sansibars einzutauchen. Die wichtigsten Zutaten in der traditionellen Küche der Insel sind unter anderem Ingwer, Muskat, Zimt, Pfeffer und Nelken, die man in einer ganzen Reihe von Gerichten wiederfinden kann.

Zauberknolle Ingwer

In Sansibar und im restlichen Tansania werden die Gewürze aber nicht nur dazu verwendet, das Essen schmackhafter zu machen. Den Zutaten werden vor allem auch heilende Wirkungen zugeschrieben. Bestes Beispiel ist in diesem Zusammenhang wohl Ingwer. Die Knolle hilft bei Magen-Darm-Problemen, stärkt die Abwehrkräfte und kann sogar das Hautbild besser machen. Auf diese Art wirkt leckeres Essen wie eine Art Medizin.

Während das Essen auf dem Festland sehr fettig ist und satt machen soll, ist die Küche auf Sansibar durch den Fischfang und die Gewürze wirklich sehr vielseitig. Auf den Teller kommen Fisch, Meeresfrüchte, Fleisch und frisches Obst. Hier merkt man ganz klar arabische, indische und persische Einflüsse am Gaumen. Vieles erinnert aber auch an die traditionelle Küche in Tansania, wie beispielsweise das Chapati, das üblicherweise zu den meisten Gerichten dazu gegessen wird.


Zanzibar Mix – Suppe aus Sansibar

Dabei handelt es sich um eine sehr würzige Kartoffel-Mango-Suppe, die man sehr lecker in Stone Town, dem ältesten Stadtteil von Zanzibar bekommt. Es handelt sich um eines der bekanntesten Streetfoods dort. In der Regel werden darauf dann noch verschiedene Toppings verteilt. Um die Basis-Suppe zu Hause nachzukochen, braucht man:

  • 600 g Kartoffeln
  • 1/4 Mango
  • 2 EL Atta-Mehl
  • 2 EL Kichererbsenmehl
  • 1 Zitrone
  • 1 Chili
  • 1 L Wasser
  • 1 TL Kurkuma
  • Salz

Die Kartoffeln werden zunächst klein geschnitten und 20 Minuten lang gekocht. Währenddessen werden die beiden Mehlsorten mit etwas Wasser vermischt, sodass ein Brei entsteht. 1 Liter Wasser wird nun zum Kochen gebracht. Langsam den Brei einrühren. Dann die gekochten Kartoffeln zugeben und die Suppe pürieren. Das geht entweder mit einem Pürierstab oder einem Handmixer, der über einen Pürieraufsatz verfügt. Entsprechende Geräte findet man relativ günstig im Netz.

Die Mango reiben und die Chilischoten in feine Stücke hacken und beides in die Suppe geben. Mit Salz, Zitronensaft sowie Kurkuma würzen und anschließend beliebig mit Toppings servieren.


Katlesi – Streetfood

Hierbei handelt es sich um ein wirklich sehr beliebtes Streetfood, von dem wir wirklich nicht genug bekommen können. Die kleinen Bällchen bestehen hauptsächlich aus Kartoffeln und Hackfleisch und eignen sich bestens für Partys und Fernsehabende. Für Katlesi braucht man:

  • 500 g Kartoffeln
  • 250 g Hackfleisch vom Lamm
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Koriandersaat, gemahlen
  • 1 Schalotte
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 Limette
  • 1/4 Bund Koriandergrün
  • Salz
  • 2 Eier
  • Pflanzenöl zum Frittieren

Zuerst werden die Kartoffeln weich gekocht und zerstampft. In einer separaten Pfanne wird das Fleisch mit den Gewürzen scharf gebraten bis es braun ist. Danach kommen die gehackten Schalotten und der gehackte Knoblauch dazu. Bei mittlerer Hitze sollen sie glasig werden. Nun presst man die Limette hinein und lässt das Fleisch abkühlen.

Nun nimmt man einen guten Esslöffel des Kartoffelpürees und formt eine Schale daraus. Darin platziert man einen kleinen Teil der Fleischmasse und verschließt die Schale und formt sie zu einer Kugel.

Die Eier aufschlagen und mit etwas Salz mischen. Die Kugeln darin wenden und im heißen Öl etwa 4 Minuten frittieren. Kurz abkühlen lassen und genießen.


Zanzibar Pizza

Diese Pizza hat nicht wirklich etwas mit unserer europäischen Variante zu tun. Viel mehr sind es kleine Teigtaschen, die mit verschiedenen Leckereien gefüllt sind. Der Grundteig ist dabei der gleiche wie beim Chapati. Für die Füllung braucht man:

  • gehackte Zwiebeln
  • Tomaten
  • gebratenes und gewürztes Hackfleisch
  • Frischkäse
  • Mayonaise
  • Eier
  • Chili

Wenn der Teig für das Chapati soweit fertig ist, werden daraus kleine Fladen geformt. Mit der Hand breitet man sie richtig flach aus und platziert nun die Füllung in der Mitte. Obenauf kommen Mayonnaise, Frischkäse sowie das Ei. Letzteres wird ganz einfach roh darüber geschlagen. Nun schlägt man die vier Seiten ein, sodass nur noch ein kleines Loch bleibt.

Die Pizza wird dann in einer Pfanne gebraten. Dabei sollte man mindestens 8 Minuten pro Seite rechnen, bei einer mittleren Temperatur. Die Pizza soll schließlich nicht verbrennen und schwarz werden.

Nach dem Braten lässt man sie kurz abkühlen und schneidet sie in kleinere Stücke. Die Zanzibar Pizza schmeckt sowohl heiß als auch kalt und ist ein toller Snack für zwischendurch. Je nach Menge eignet sie sich aber auch als Hauptgericht.